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Die Bucht von Alcúdia – insbesondere Can Picafort und Son Real – weist entlang ihrer Küste eine große Anzahl militärischer Bauwerke auf. Die ältesten bestanden aus Küstenwachtposten, die aufgrund der Gefahr von Landungen durch Korsaren und der Ankunft von Menschen mit ansteckenden Krankheiten errichtet wurden.
Nach dem Ende des Spanischen Bürgerkriegs (1936–1939) und in den unmittelbar darauffolgenden Jahren, während des Zweiten Weltkriegs (1939–1945), befestigten die franquistischen Behörden die Küste mit Maschinengewehrstellungen und Bauwerken zur Unterbringung von Geschützen. Dieses militärische Befestigungsprogramm ist unter dem Namen „Línia Tamarit“ bekannt und erstreckte sich entlang der für amphibische Operationen geeigneten Strände, um eine hypothetische Landung der Alliierten zu verhindern.
Diese Maschinengewehrstellungen sind kleine, teilweise in den Boden eingelassene Bunker aus Beton und Steinen, die außen mit Sandsteinplatten verkleidet wurden. Diese Verkleidung diente der Tarnung, damit die Anlagen traditionellen zivilen Gebäuden ähnelten. Die Decke weist eine Schutzstärke von etwa 1 Meter auf. Im Inneren befinden sich ein zentraler Raum mit Tonnengewölbe und zwei seitliche Kammern, in deren Wänden jeweils eine Schießscharte in Richtung Strand geöffnet ist. Die langgestreckte Form der Schießscharten, die sich nur wenig über dem Niveau des Strandes befinden und außen breiter als innen sind, ermöglichte sowohl flaches Feuer als auch einen größeren Schusswinkel. Je nach Größe der Öffnung konnte dort ein Maschinengewehr oder eine Kanone zur Bekämpfung von Booten beziehungsweise Panzern aufgestellt werden.
Die meisten Stellungen zwischen Can Picafort und Son Serra de Marina weisen dieselbe Form und Ausrichtung auf mögliche Anlege- und Landungsbereiche auf und waren mit zwei Maschinengewehren ausgestattet. Da für die Bedienung jeder Waffe zwei Personen erforderlich waren, wurden mindestens vier Soldaten pro Bunker benötigt. In einigen Fällen, in denen bei schweren Stürmen die Brandung bis an die Bunker heranreichen konnte, wurden an der seeseitigen Fassade Sandsteinplatten hochkant aufgestellt. Sie dienten vermutlich als Wellenbrecher, um direkte Einschläge von durch die Wellen mitgerissenen Steinen sowie Schäden an der Bausubstanz zu verhindern, und zugleich als Tarnung.
Die meisten dieser Befestigungsanlagen wurden nach und nach aufgegeben; eine militärische Nutzung nach den 1950er-Jahren ist nicht dokumentiert.







